a.way
Der Gedanke dahinter
Stellt man Künstlern die Frage nach dem Einstieg in ihr Künstlerdasein, ist sie offenbar so aufschlussreich wie die Frage „Wie sind Sie ein Mensch geworden?“.
Denn ein Künstler ist als Person untrennbar mit seiner Arbeit verbunden. Aber daraus den Schluss zu ziehen, dass der Mensch hinter dem Künstler gleich erkennbar ist, ist falsch. Im Gegenteil: Der Grund, warum Künstler bereit sind, gesellschaftliche Anerkennung, existentielle Absicherung, Grundrechte als Arbeitnehmer, Gesundheit und in manchen Fällen ihre Würde aufzugeben, ist so persönlich, dass sie ihn gut vor dem Zugriff der Außenwelt schützen und manchmal nicht einmal sich selbst offenbaren wollen. Im Verlauf ihres Lebens müssen Künstler diese Leidenschaft leider immer wieder gegen äußere und innere Hindernisse verteidigen, wozu die jeweilige künstlerische Ausbildung, die berufliche Realität, aber auch Selbstzweifel und Identitätskonflikte gehören.
Auf diesem schwierigen Weg verdienen Künstler Unterstützung
a.way bietet erstmalig Künstlern eine psychologische Beratung, die auf sie zugeschnitten ist. Es folgt dabei der Überzeugung,
- dass Künstler die Fähigkeiten, ihre Probleme zu lösen, bereits mitbringen und dafür nicht nur nicht verändert werden müssen, sondern nicht verändert werden dürfen,
- dass psychische Probleme für sie vor allem durch ihre belastenden Lebens- und Arbeitsumstände (wie z.B. Machtmissbrauch, fehlende Klarheit von Bewertungskriterien, die Enge des Arbeitsmarktes oder ständig erforderliche Mobilität) entstehen und
- dass Beratung für Künstler sowohl auf psychologischer Qualifikation als auch auf der Kenntnis des künstlerischen Metiers mit seinen „besonderen Gesetzen“ aufgebaut sein muss.
Ziel der hier vorgestellten Konzepte ist es, möglichst vielen Künstlern eine optimale psychische Ausgangsposition für ihre künstlerische Arbeit zu erhalten. Ihr ‚Geheimnis’ oder ‚die dunkle Seite’ soll dabei nicht neutralisiert werden, sondern sich im Gegenteil innerhalb eines Schutzraumes optimal entfalten können. Denn die Frage nach dem Ausstieg aus dem Künstlerdasein ist für sie eben auch gleichbedeutend mit der Frage „Hast Du schon einmal versucht, etwas Anderes als ein Mensch zu sein?“.
Künstler sollten ihr Leben so gestalten, dass sie zu beidem fähig sind: sich zu öffnen und sich zu schützen, jeweils dort, wo es angemessen ist. Dafür sollten sie ein auf Künstler zugeschnittenes, psychologisches „Basis-Know-How“ erwerben.
the artists' way of life